Eine Microsite ist ein eigenständiger Webauftritt mit klarem thematischem Fokus. Sie ist quasi eine unabhängige Mini-Website für ein einzelnes Ziel. Sie hat eine eigene URL. Über das Hauptmenü ist sie meist nicht erreichbar.
In diesem Artikel klären wir drei Fragen: Wann sind Microsites die richtige Wahl? Wie unterscheiden sie sich von Landingpages und Hauptwebsites? Wie setzen Sie eine eigene Microsite auf?
Einsatzmöglichkeiten für eine Microsite
Microsites werden in unterschiedlichsten Szenarien eingesetzt:
- Eine Kampagne bewerben
- Auf ein Event aufmerksam machen
- Eine neue Produktlinie oder Marke vorstellen
- Einen spezifischen Unternehmensbereich präsentieren
- News und Informationen zu einem isolierten Thema teilen
Besonders typische Anwendungsfälle:
- Initiativen rund um Nachhaltigkeit und soziales Engagement
- Angebote für Zielgruppen außerhalb des regulären Kundenstamms
- Produkte, die stark vom Standard-Sortiment abweichen
- Hintergrundinformationen zu Lieferanten und Partnern
- Nischenthemen, die absichtlich abgegrenzt werden
- Einladungen zu Konferenzen und Veranstaltungen
- Geschichtliche Exkurse zu Marken und Unternehmen
- Spielerischer und unterhaltsamer Content (Quizzes, E-Card-Ersteller etc.)
Viele Unternehmen nutzen Microsites auch als Teil ihrer SEO-Strategie, indem sie gezielt Keywords platzieren und strategisch verlinken, um das Suchmaschinenranking zu verbessern.
Microsite vs. Hauptwebsite
Es gibt zwei Hauptgründe für eine Microsite. Erstens: Die Inhalte sollen nicht direkt mit dem Unternehmen in Zusammenhang gebracht werden. Zweitens: Die Inhalte würden auf der großen Unternehmensseite untergehen.
Microsites haben einen klaren thematischen Fokus. Reguläre Websites decken viele Bereiche ab — Über uns, Sortiment, Blog, Kontakt. Solche Webauftritte können Besucher überfordern. Folge: hohe Absprünge.
Beispiel: Getränkehersteller betreiben oft eine eigene Microsite pro Marke. Die Zielgruppen unterscheiden sich je nach Produkttyp deutlich. Ein Gin spricht andere Menschen an als ein Sprudelwasser. Design und Sprache lassen sich pro Marke perfekt anpassen.
Der Vorteil ist klar: Besucher finden sich leichter zurecht. Microsites bieten zusätzlich mehr technische Flexibilität — besonders für interaktive und spielerische Elemente.
Microsite vs. Landingpage
Microsite und Landingpage werden oft verwechselt, unterscheiden sich aber deutlich:
| Kriterium | Landingpage | Microsite |
|---|---|---|
| Hauptzweck | Lead-Generierung | Informative Website zu einem Thema |
| Aufbau | Extrem abgespeckt, kein Menü | Mehrere Unterseiten, Navigation vorhanden |
| Zentrales Element | Ein einziger Call-to-Action-Button | Erzählerischer Aufbau mit mehreren Inhalten |
| Text-Umfang | Minimal, fokussiert | Deutlich mehr Inhalt möglich |
| Gestaltung | Reduziert, an Hauptwebsite angelehnt | Größerer kreativer Spielraum, eigene Tonalität |
| URL | Üblicherweise Unterseite der Hauptwebsite | Eigene URL oder Subdomain |
Mehr zu B2B-Landingpages erfahren Sie im Artikel Must-Haves für deine B2B-Landingpage.
Microsite-Design: Worauf es ankommt
Eine Microsite verfolgt einen minimalistischen Ansatz. Schlanke Navigation, wenige Unterseiten. Das Design muss nicht zur Hauptseite passen. Es kann sich gestalterisch sogar deutlich abheben.
Wichtig — Unternehmens-Kontext bewahren. Besucher sollten den Bezug zum dahinterstehenden Unternehmen erkennen. Konkrete Möglichkeiten:
- Verlinkung zur Hauptseite
- Platzierung des Markenlogos im Header- oder Footer-Bereich
- Formulierung “powered by [Ihr Unternehmen]”
- Subdomain-Struktur (z.B.
microsite.ihrunternehmen.de)
Typische Elemente einer Microsite:
- Großformatige Bilder und Fotogalerien
- Videos und Animationen
- Ausführliche, thematisch fokussierte Texte
- Klare Call-to-Action-Buttons
- Links zur Hauptseite oder zum Shop
- Formulare für Anmeldungen, Kontakt oder Downloads
Der Fokus liegt auf einem optimierten Nutzererlebnis. Schlankes Design hilft. Hochwertige grafische Elemente lenken die Aufmerksamkeit auf die Inhalte.
Der Weg zur eigenen Microsite
Sie benötigen keinen spezialisierten Builder. Plattformen wie Webmag erlauben Whitepaper, Broschüren, Magazine, Landingpages und Microsites über einen Baukasten. IT-Spezialisten oder Webdesigner sind nicht nötig.
So bringen Sie Traffic auf Ihre Microsite:
- Verlinken Sie die Microsite auf Ihrer Unternehmensseite und in Social-Media-Kanälen
- Platzieren Sie Links in E-Mail-Signatur und Newsletter
- Implementieren Sie gezielte Suchmaschinenoptimierung für die Zielkeywords
- Erwägen Sie Pay-per-Click-Anzeigen für zeitlich begrenzte Kampagnen
- Beobachten Sie regelmäßig Traffic, Interaktionszahlen und Conversion-Rate
Fazit: Wann Microsites sinnvoll sind
Microsites sind eine gute Möglichkeit, Zielgruppen gezielt zu erreichen. Sie bilden die Brücke zwischen schlanken Landingpages und komplexen Unternehmenswebsites. Ideal für schnelle, unkomplizierte Kommunikation. Besonders dort, wo ein Thema eine gesonderte Behandlung verdient.
Viele Unternehmen nutzen SEO-optimierte Microsites als wirksame Marketing-Strategie. Sie funktionieren in B2B genauso wie in B2C.
Eine Faustregel hilft bei der Format-Entscheidung. Magazin ist die bessere Wahl für regelmäßig erscheinende Inhalte mit redaktionellem Charakter. Microsite passt besser für zeitlich begrenzte oder thematisch eng gefasste Projekte. Mehr zu Magazinen finden Sie im Leitfaden für digitale Magazine.



